Queersensibel

Queersensibilität ist weniger eine Methode als vielmehr eine Haltung, eine Grundhaltung, mit der ich Menschen begegne.
Als queerer Mann bringe ich durch meine eigene Lebenserfahrung eine besondere Wahrnehmung für queere Lebensrealitäten mit. Das bedeutet: In meiner Beratung, Therapie und Supervision finden queere Menschen einen Raum, in dem ihre Identitäten, Beziehungsformen und Lebensweisen selbstverständlich Platz haben und sichtbar werden dürfen.
Und zugleich profitieren auch Menschen, die sich selbst nicht als queer verstehen, von dieser Haltung. Denn queersensibel zu arbeiten heißt: offen, respektvoll und aufmerksam für Vielfalt zu sein, in jeder Lebensform, in jeder Beziehungskonstellation, in jedem beruflichen Kontext.
Besonders durch die Begegnungen mit meinen Klient*innen, durch ihre Erzählungen, Erfahrungen und Perspektiven, wächst mein Bild von queerer Welt immer weiter. So ist queersensible Praxis für mich kein starres Konzept, sondern ein lebendiger Prozess: Ich hinterfrage, erweitere und entwickle meine Haltung, mein Handeln und meine Sprache immer wieder neu

